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Warum schwankt mein Gewicht?

Jeder kennt es. Da wiegt man sich regelmäßig und von einem Tag auf den anderen macht die Waage Sprünge von bis zu 2kg. Häufig wird der Effekt sogar noch verstärkt, wenn man Sport treibt. Das kann ziemlich demotivierend sein und teilweise zu den falschen Rückschlüssen führen.
In diesem Artikel erkläre ich dir, wodurch Gewichtsschwankungen zustande kommen und warum du dir keine Sorgen machen solltest, wenn deine Waage von einem Tag auf den anderen mal wieder größere Sprünge von bis zu 2kg anzeigt.

Das Video ist ein Auszug aus dem ONLINE KURS

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Das Video oben sollte dir helfen, besser zu verstehen, wie starke Gewichtsschwankungen zustande kommen. Mit diesem Hintergrundwissen solltest du jetzt auch in der Lage sein, besser einordnen zu können warum Gewichtsverlust von bis zu 4kg theoretisch zwar möglich ist, aber dennoch nicht sonderlich nachhaltig funktioniert.

Wenn du lieber liest als das Video anzusehen, ist hier kurz zusammengefasst, was im Video erläutert wurde.

Wassereinlagerungen führen zu Gewichtsschwankungen

Unser Gewicht schwankt hauptsächlich weil unser Körper mal mehr und mal weniger Wasser einlagert. Man würde jetzt meinen, dass man dieses Phänomen umgehen kann, wenn man sich morgens nach dem Aufstehen direkt wiegt. Allerdings kann der Körper dennoch auch morgens noch verstärkt Wasser einlagern. Es kann sogar sein, dass wir im Laufe des Tages mal weniger wiegen als am Morgen. Das hängt von vielerlei Faktoren ab. Folgende Faktoren können z.B. Wassereinlagerungen begünstigen:

  • Sport
  • Menstruation
  • Medikamente
  • Salz
  • Kohlenhydrate reiche Lebensmittel

In meinem GRATIS E-Book gehe ich noch genauer darauf ein, warum die oben genannten Faktoren Wassereinlagerungen begünstigen.

Der stärkste Faktor für temporäre Wassereinlagerungen ist aber definitiv das, was man am Vortag gegessen hat.

Salz und kohlenhydratereiche Lebensmittel fördern temporäre Wassereinlagerungen.

Aber wieso ist das?

Warum Kohlenhydrate temporäre Wassereinlagerungen begünstigen

Die Tatsache, dass unser Gewicht häufig in die Höhe schießt, nachdem wir am Vortag viele Kohlenhydrate gegessen haben, hängt mit unseren Glykogenspeichern zusammen.

Je stärker unsere Glykogenspeicher gefüllt sind, desto mehr Wasser lagern wir ein.

Glykogenspeicher sind dazu da, kurzfristig überschüssige Energie zu speichern. Der Körper wandelt dabei die überschüssigen Kohlenhydrate in Glykogen um. Dabei kann der Körper nur eine begrenzte Menge an Glykogen speichern. Sind die Speicher voll wird überschüssige Energie in Form von Fett gespeichert und wir nehmen an Gewicht zu.

Der Mensch kann bis zu 400g Glykogen in Leber und Muskeln speichern

Während der Körper in der Leber maximal 150g Glykogen speichern kann, kann ein untrainierter Mensch in den Muskeln ca. 250g-600g Glykogen speichern.

Glykogen wird in Form von Kohlenhydraten, die in Glykogen umgewandelt werden, gespeichert:
1g Kohlenhydrat liefert 4,1 kcal Energie
Ein nicht trainierter Mensch kann also knapp 1600 kcal Energie ((150 g + 250g Glykogen) * 4,1 kcal) als Glykogen speichern.

Glykogen bindet viel Wasser

Jedes Gramm Glykogen bindet bis zu 4g Wasser.
Angenommen unsere Glykogenspeicher sind zu Beginn unserer Diätphase sehr voll (das ist relativ wahrscheinlich, da wir eine Diät ja meist dann starten, wenn wir zugenommen haben): Dann speichert unser Körper knapp 400g Glykogen ein und entsprechend zusätzlich nochmal bis zu 2kg Wasser (4g Wasser * 400g Glykogen). Das sind dann in Summe bis zu 2,4 kg reines Gewicht aus Glykogen und Wasser.

4kg Gewichtsverlust zu Beginn einer Diät – wieviel davon ist Wasser?

Mit Beginn der Diät essen wir nun deutlich weniger.

Der Körper benötigt weiterhin die Energie und beginnt folglich die Glykogenspeicher zu leeren.

Komplett wird der Körper die Speicher nie leeren können. Für mein Rechenbeispiel simplifiziere ich hier jetzt ein wenig und geh einfach mal davon aus, wir leeren die Speicher komplett. Gehen wir davon aus, dass wir in den ersten Tagen es schaffen 1600kcal weniger zu essen als wir verbrauchen.

Ein Kaloriendefizit von ca. 300-500 kcal pro Tag wäre zu Beginn einer Diät normal.

Bei 500kcal bräuchten wir also erst einmal knapp 3 Tage um die Speicher zu leeren.

Durch Leerung der Glykogenspeicher wird Wasser freigesetzt, gleichzeitig natürlich auch Energie.

Zu Beginn einer Diät verlieren wir somit bis zu 2,5 kg reines Wasser bevor wir anfangen Fett zu verbrennen.

Und wie viel Fett verliere ich zu Beginn einer Diät?

Hat man einmal leere Speicher und isst weiterhin weniger als man verbraucht, so beginnt der Körper sich tatsächlich an den Fettreserven zu bedienen.

1g Fett liefert knapp 9,1 kcal Energie
Um 1 kg Fett zu verbrennen, müssen dem Körper knapp 7000 kcal weniger zugeführt werden

Die Faustformel 7000kcal je kg Körperfett ist natürlich auch nur eine Annäherung. Man geht hier nicht von den 9100 kcal aus, da der Körper ein wenig Energie auch für die Verbrennung etc benötigt.

Nachdem wir die ersten 3 Tage mit dem Leeren der Glykogenspeicher verbracht haben, beginnen wir in den nächsten Tagen tatsächlich Fett abzubauen, vorausgesetzt wir halten unser Kaloriendefizit aufrecht.
In dem folgenden Beispiel konzentriere ich mich auf die ersten 2 Wochen einer Diät. Nachdem wir die ersten 3 Tage primär Wasser verloren haben und unsere Glykogenspeicher erfolgreich geleert haben, bleiben nun also noch 11 Tage übrig. Wie viel Fett wir innerhalb dieser 11 Tage abbauen, hängt davon ab, wie groß unser tägliches Kaloriendefizit ausfällt.

Um innerhalb von 11 Tagen 1kg Körperfett abzubauen, müssten wir 636 kcal pro Tag einsparen.

7000 kcal / 11 Tage = 636 kcal pro Tag

Ein Frau hat im Schnitt einen Tagesbedarf von 1500 -2000 kcal und ein Mann hat einen Tagesbedarf von 2000 – 2500kcal.

Fazit

Das Rechenbeispiel zeigt nochmal ganz gut, dass ein starker Gewichtsverlust von 2-3kg zu Beginn einer Diät durchaus normal ist, aber eben nur zu Beginn. Und außerdem handelt es sich dabei primär nur um Wasser. Sobald wir die Glykogenspeicher geleert haben und das Wasser freigesetzt wurde, wird es deutlich aufwendiger und wird länger dauern um abzunehmen. Dafür handelt es sich dann aber auch erst um Körperfett. Und letztlich wollen wir ja Körperfett und kein Wasser loswerden. Der Wasserverlust kann dennoch zu Beginn helfen sich besser zu fühlen und motiviert natürlich auch beim Blick auf die Waage. Wir sollten uns allerdings immer daran erinnern, dass dieses Tempo nur zu Beginn einer Diät realistisch ist und uns von der Entschleunigung nicht demotivieren lassen. Danach wird es deutlich

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem ONLINE KURS

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