Was sind eigentlich Glykogenspeicher?

Glykogenspeicher (auch Kohlenhydratspeicher genannt) sind die temporären Energiespeicher in unserem Körper. Erfahre hier was du tun musst um deine Glykogenspeicher zu leeren und abzunehmen.

Kalorienverbrauch Berechnen

Unser Körper benötigt ständig Energie für alle möglichen lebenserhaltenden Maßnahmen, z.B. Atmung, Herzschlag, Hirntätigkeit etc. Selbst wenn wir einfach nur flach auf dem Rücken liegen, verbrennen wir Kalorien. Dabei handelt es sich um den sogenannten Grundumsatz an Energie, den wir tagtäglich benötigen. Darüber hinaus benötigt unser Körper Energie für Bewegungen, hauptsächlich Energie für die Muskeln. Das ist der sogenannte Leistungsumsatz. Personen, die sich ständig bewegen oder tagtäglich viel stehen, haben in der Regel einen deutlich höheren Leistungsumsatz als Personen, die hauptsächlich sitzenden Bewegungen nachgehen (z.B. Büroarbeit).
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Energiebereitsstellung in den Glykogenspeichern

Nun benötigt unser Körper die Energie also über den gesamten Tag verteilt, allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich viel. In der Regel führen wir unserem Körper jedoch nicht ständig Energie zu, wir essen in der Regel nur 2-3 Hauptmahlzeiten pro Tag plus die ein oder andere Zwischenmahlzeit. Unser Körper ist also gezwungen, die aufgenommene Energie irgendwo zwischen zu speichern. Und genau für diese Zwischenspeicherung von Energie sind die Glykogenspeicher zuständig.

Negative Energiebilanz

7000 Kcal für 1kg Körperfett

Wer Abnehmen möchte, der muss täglich weniger Kalorien zu sich nehmen als er verbraucht. Das Prinzip der negativen Energiebilanz ist ein Grundprinzip des Abnehmens und auch Somatropin kann dieses Prinzip nicht aushebeln.

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Wie wird die Energie in den Glykogenspeichern gespeichert?

Nehmen wir Energie in Form von Lebensmitteln zu uns, so beginnt der Körper diese Energie zunächst in ihre Einzelbausteine zu zerlegen, das sind zunächst die 3 großen Hauptnährstoffe: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Diese 3 Nährstoffe haben sehr unterschiedliche Funktionen im menschlichen Körper. Für die Energiebereitstellung sind hauptsächlich die Kohlenhydrate zuständig. Glucose ist der Grundbaustein, das kleinste Molekül der Kohlenhydrate. Um diese Energie freizusetzen, muss der Körper die Kohlenhydrate zunächst wieder in Glucose spalten. Dies erfolgt mit Hilfe von Enzymen. Anschließend wird die Energie ins Blut aufgenommen und zu den Zellen transportiert. Sind die Zellen noch ausreichend mit Energie versorgt, so können diese keine weitere Energie in Form von Kohlenhydraten aufnehmen. Für diesen Fall wird die Glucose in Glykogen umgewandelt.

Glykogen als Speicherform der Energie

Glykogen ist die Speicherform der Glucose. Anschließend wird das Glykogen in den Glykogenspeichern gespeichert.
Somit stellen die Glykogenspeicher also ein kurzfristiges, temporäres Speicherdepot für die Glucose dar, aus dem unser Körper sich jederzeit ohne Probleme bedienen kann, wenn notwendig. Dies wird der Körper jedoch nur tun, wenn er keine erneute Energie direkt über die Nahrung zugeführt bekommt. Wenn der Körper noch ausreichend Glucose im Blut hat, weil wir z.B. zwischenzeitlich noch einmal eine Kleinigkeit genascht haben, wird zunächst diese Energie zu den Zellen transportiert. Die Glykogenspeicher werden erst angerührt, sobald die Zellen nicht mehr ausreichend Energie über das Blut bekommen.
Mit Hilfe des Glykogenauf- bzw. -abbau wird unser Blutzuckerspiegel geregelt.

Blutzuckerspiegel Kreislauf durch Glykogen und Insulin gesteuert

Sinkt unser Blutzuckerspiegel zu weit ab, wird Glykogen abgebaut und Glucose freigesetzt um den Blutzuckerspiegel entsprechend wieder anzuheben. Nehmen wir viel Glucose in Form von Süßigkeiten zu uns, steigt unser Blutzuckerspiegel rapide an. Was dies unter anderem noch für Folgen hat, haben wir in folgendem Artikel noch einmal genauer beschrieben: Ständiger Appetit – Schuld sind die Kohlenhydrate
Um den Blutzuckerspiegel wieder abzusenken, wird der Zucker über das Blut zu den Zellen abtransportiert. Wenn die Zellen allerdings keine Energie benötigen, wird die Glucose in Glykogen umgewandelt und in den Glykogenspeichern aufbewahrt.Für den Glykogenaufbau wird Insulin benötigt, welches wiederum in der Bauchspeicheldrüse produziert wird.

Wie viel Energie können die Glykogenspeicher speichern?

Die Menge an Energie, die unser Körper in Form von Glykogen speichern kann, schwankt je nachdem wie gut trainiert der menschliche Körper ist. Je stärker trainiert unser Körper ist, desto größer sind in der Regel seine Glykogenspeicher. Ausdauersportler, z.B. Marathonläufer haben in der Regel verhältnismüßig große Glykogenspeicher. Die Glykogenspeicher befinden sich teilweise in den Muskeln und teilweise in der Leber. Grob kann man die Glykogenspeicher berechnen wie folgt.

Glykogenspeicher Berechnen

Ca. 20% des Glykogens wird in der Leber gespeichert. Die restlichen Glykogenspeicher befinden sich in den Muskeln. Der Speichervorrat in den Muskeln wird hauptsächlich für die Muskeln selbst zurande gezogen. Der Speichervorrat an Glykogen in der Leber hingegen kann für vielerlei Dinge benötigt werden.

 

Ein durchschnittlicher Mensch kann 400-600g Glykogen speichern

1g Glykogen liefert ca 4,1 kcal Energie. Maximal können wir also ca. 1600 kcal Energie in Form von Glykogen speichern.

Übrigens: Um 1g Glykogen zu speichern, bindet der Körper ca. 2-4g Wasser. Wenn wir also viel temporäre überschüssige Energie haben, bindet der Körper auch jede Menge zusätzliches Wasser. Sobald das überschüssige Glykogen wieder freigesetzt wird, verlieren wir dieses Wasser auch wieder.

Übrigens kannst du die Nährwerte und Energiegehalt für deine Mahlzeiten auch selber online berechnen mit Hilfe vom Rezeptrechner Online und der Rezeptrechner App.

Was passiert, wenn die Glykogenspeicher voll sind?

Sind unsere Glykogenspeicher voll, kann keine Energie in Form von Glykogen, also einem temporären Energieträger, gespeichert werden. Nehmen wir nun dennoch mehr Energie zu uns, als wir verbrauchen, so beginnt der Körper die überschüssige Energie in langfristigen Energiedepots zu speichern, den sogenannten Fettdepots.

Sind die Glykogenspeicher voll, wird jedes überschüssige kcal in Fett umgewandelt. 1kg Fett entspricht ca. 7000 kcal.

Das heißt, nehmen wir nun 7000 kcal überschüssige Energie zu uns, gewinnen wir 1kg Körperfett dazu.
Aber: Dies passiert nur, wenn unsere Glykogenspeicher bereits randvoll sind und wir nun nach wie vor deutlich mehr Energie zu uns nehmen als wir verbrauchen. Um unsere Glykogenspeicher randvoll zu machen, müssen wir zunächst einmal jedoch erst einmal 1600-2000 kcal mehr zu uns nehmen als wir verbrauchen.

Kohlenhydrate Sparen

Wusstest du, dass es zu Beginn einer Diät durchaus Sinn machen kann auf Kohlenhydrate zu verzichten? Der Verzicht auf Kohlenhydrate führt zu weniger Appetit und weniger Heißhungerattacken. 

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Was passiert, wenn ich zu viel gegessen habe?

Wenn man also mal zu viel isst, hängt es relativ stark von unseren Glykogenspeichern ab, was passiert:

Wenn die Glykogenspeicher leer sind

Scenario 1: Unsere Glykogenspeicher sind relativ leer (z.B. weil wir z.B. kurz vorher ein intensives Sportprogramm absolviert haben oder längere Zeit gefastet haben. Siehe dazu auch Glykogenspeicher leeren durch Intervallfasten) –> zunächst einmal wird der Körper in diesem Falle die überschüssige Energie in Form von Glykogen speichern. Waren die Glykogenspeicher komplett leer, können wir also 2000 kcal zusätzlich aufnehmen und würden kein Gramm Körperfett aufbauen, da der Körper die Energie in Form von temporärer Glykogen speichert, ABER: Dennoch würde unsere Waage deutlich mehr Gewicht anzeigen. Denn mit den knapp 400-600g Glyogen, die wir nun gespeichert haben (die selbst bereits 0,4-0,6 kg ausmachen) bindet unser Körper knapp 0,8- 1,6 kg Wasser, In Summe kann die Körperwaage aufgrund der Wassereinlagerungen nach einem Tag mit hoher Kalorienaufnahme deswegen also bis zu 2kg mehr anzeigen – wohlgemerkt: Das passiert nur bei entsprechend vielen Kohlenhydraten, da nur Kohlenhydrate in Form von Glykogen gespeichert werden können.

Wenn die Glykogenspeicher voll sind

Scenario 2: Wir haben bereits an den Tagen zuvor immer etwas mehr gegessen als wir verbraucht haben und unsere Glykogenspeicher sind bereits sehr voll. Nehmen wir nun erneut überschüssige Energie zu uns, kann der Körper diese Energie irgendwann nicht mehr in Form von Glykogen speichern, da die Speicher bereits voll sind. Der Körper würde nun tatsächlich beginnen Fett aufzubauen. Die Krux ist, dass unsere Waage in diesem Falle vermutlich keinen so extremen Gewichtsanstieg vermerkt, da das Fett weniger wiegt, als das Glykogen gemeinsam mit dem Wasser in Scenario 1. In diesem Falle baut unser Körper also Körperfett auf.

Woher weiß ich, wie voll meine Glykogenspeicher sind?

Leider kann man nicht messen, wie voll die Glykogenspeicher sind, zumindest nicht als normaler Verbraucher ohne entsprechend teure Laborausrüstung. Es gibt allerdings einige hilfreiche Anhaltspunkte:

Grundsätzlich sind unsere Glykogenspeicher fast nie ganz leer.

Verspürst du regelmäßig Hunger oder isst du einfach regelmäßig aus Gewohnheit. Wir tendieren heute dazu, einfach regelmäßig zu essen, weil es z.B. 12Uhr ist und unsere Mittagspause vorgesehen ist. Häufig essen wir dann, obwohl wir gar keinen richtigen Hunger haben. Wenn du seit mehreren Tagen keinen wirklichen Hunger mehr hattest, sind deine Glykogenspeicher vermutlich gerade ganz gut gefüllt.

Leere Glykogenspeicher nach Sport

Nach einer sehr langen, intensiven Sporteinheit (z.B. einem 2h Dauerlauf) ohne zwischenzeitliche Zufuhr von Energie in Form von Energieriegeln, Sportgels o.ä. kann man ziemlich sicher sein, dass die Glykogenspeicher sehr sehr leer sind. Selbst wenn unsere Speicher vorher sehr gut gefüllt waren, haben wir in dieser Zeit bis zu 2000 kcal verbrannt und damit selbst komplett gefüllt Glykogenspeicher geleert!
Übrigens: Ein Halbmarathonläufer kann sich grundsätzlich also ohne probleme während eines Halbmarathons allein von seinen Glykogenspeicehrn „ernähren“ eine zusätzlich Zufuhr von Energie über Gels ist nicht zwingend erforderlich!

Morgens viel Hunger durch leere Glykogenspeicher

Wer über mehrere Tage morgens immer mit einem starken Hunger aufgewacht ist, hat vermutlich in den letzten Tagen mehr Energie verbrauch als aufgenommen, in diesem Falle sind die Glykogenspeicher meist bereits relativ leer.

Wer am Abend viel gegessen hat, wacht in der Regel morgens noch mit gut gefüllten Glykogenspeichern auf.

Letztlich hängt also alles von der kumulierten Energiebilanz ab.

— > Haben wir über die letzten Tage mehr gegessen als verbraucht, sind unsere Glykogenspeicher vermutlich bereits gut gefüllt.

–> Haben wir in den vergangenen Tagen deutlich mehr Energie verbrannt als aufgenommen, sind unsere Glykogenspeicher vermutlich eher leer.

–> Haben wir weder das Gefühl, deutlich mehr oder weniger verbraucht zu haben, sind unsere Glykogenspeicher in der Regel normal gefüllt.

Was haben die Glykogenspeicher mit dem Abnehmen zu tun?

Um abzunehmen, müssen deine Glykogenspeicher leer sein.

Erst wenn die Glykogenspeicher leer sind, beginnt der Körper das überschüssige Körperfett auch wieder abzubauen! Da das Leeren der Glykogenspeicher auch mit der Freisetzung von Wasser verbunden ist, verlieren wir in den ersten Tagen einer Diät in der Regel relativ schnell einige Kilogramm Körpergewicht, dass das überschüssige Wasser freigesetzt wird. Körperfett bauen wir jedoch erst ab, wenn wir unsere Glykogenspeicher geleert haben!

Du möchtest noch mehr über Glykogenspeicher erfahren? Dann schau doch mal auf unserem Rezeptrechner Blog vorbei!

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